ProcessNet-Jahrestagung und 32. DECHEMA-Jahrestagung der Biotechnologen: Das volle Programm

20140930_Dechema_001.JPGIntegration, Individualisierung, Globalisierung – diese Trends werden die Biotechnologie und Verfahrenstechnik von morgen prägen. Und sie prägen auch das Programm der ProcessNet-Jahrestagung und 32. DECHEMA-Jahrestagung der Biotechnologen vom 12. bis 15. September 2016 in Aachen. Unter dem Generalthema „Nächste Generation von Produkten und Prozessen“ werden aktuelle Entwicklungen der chemischen Verfahrenstechnik und der Biotechnologie beleuchtet.

Erstmals wird auf die Unterscheidung nach verfahrens- und biotechnologischen Themen verzichtet – ein Anzeichen für die fortschreitende Integration beider Disziplinen. Dahinter steht nicht zuletzt die fortschreitende Nutzung nachwachsender Rohstoffe, die unter dem Stichwort „Bioökonomie“ zusammengefasst ist. Themenstränge wie „Vom Gen zum Prozess zum Produkt“, „Bioraffinerien“, „Neue Prozessfenster“ oder „Elektrochemische Verfahren in der chemischen Technik und der Biotechnologie“ spiegeln die Verknüpfung von biotechnologischen und chemischen Schritten  in der Entwicklung neuer Prozesse wider.

Die Herstellung individualisierter Produkte berührt das Schlagwort „Industrie 4.0“, die wiederum ohne ausgereifte Prozesskontrolle und ohne neue Ansätze in der Aus- und Fortbildung nicht denkbar ist. Diese Fragen werden auf den Jahrestagungen ebenso behandelt wie die Additive Fertigung, Produktdesign und Funktionalisierung und Grenzflächenbestimmte Prozesse mit den Schwerpunkten Schäume, Dispersionen und funktionalisierte Oberflächen.

Unübersehbar ist die fortschreitende Globalisierung, die mittlerweile weit über die Verlagerung von Produktionsstandorten hinaus reicht. Was „Forschen und produzieren in einer globalen Welt“ für den einzelnen Wissenschaftler oder Industrieexperten bedeutet, wie sich weltweit die Strukturen verändern und wie das deutsche Wissenschaftssystem und die Industrie darauf reagieren, wird ein kompetentes Podium mit dem Publikum diskutieren.20140930_Dechema_019.JPG

Höhepunkte im Programm sind die Fest- und Plenarvorträge von Robert Schlögl, Fritz-Haber-Institut der MPG (Berlin), Martin Vollmer, CTO von Clariant, Siegfried Russwurm, Forschungsvorstand Siemens AG und Thomas Scheper, Leibniz Universität Hannover.

20141001_Chemcar_044.JPGFür Studierende und Doktoranden gestalten die kreativen jungen Verfahrensingenieure (kjVIs) wieder ein zweitägiges Programm rund um Bewerbung und Berufseinstieg. Generationenübergreifend darf beim elften ChemCar-Wettbewerb mitgefiebert und angefeuert werden.

Die Posterausstellung, die begleitende Fachausstellung und die gesellschaftlichen Veranstaltungen bieten den Rahmen für anregende Gespräche und den Austausch über Fachgrenzen hinweg.

Zum vollständigen Programm mit allen weiteren Anmeldeinformationen

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Volle Power (to X) für Kopernikus — DECHEMA e.V.

Bundesforschungsministerin Professor Johanna Wanka hat am 5. April in Berlin die neuen Kopernikus-Projekte vorgestellt. Ausgewählt wurde auch das Projekt „Power-to-X“, das von einem Konsortium bestehend aus RWTH Aachen, Forschungszentrum Jülich und DECHEMA koordiniert wird. Auch das DECHEMA-Forschungsinstitut ist Projektpartner. Prof. Dr. Kurt Wagemann, Geschäftsführer der DECHEMA, der selbst maßgeblich an dem Projekt beteiligt ist, freut […]

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Wann sich Zero Liquid Discharge lohnt

Ein aktueller Beitrag auf prozesstechnik-online.de beschäftigt sich mit dem jüngsten Positionspapier der ProcessNet-Fachgruppe „Produktionsintegrierte Wasser- und Abwassertechnik zu Zero Liquid Discharge und liefert einige Hintergründe.

Zum Artikel: Wann sich Zero Liquid Discharge lohnt

 

 

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Wiederverwendung von Prozesswasser in der Kunststoffproduktion

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Übersicht über die neue Natriumchlorid-Aufbereitungsanlage von Covestro am Standort Krefeld-Uerdingen. Quelle: Covestro

Bundesumweltministerin Hendricks hat am vergangen Freitag in Krefeld eine Pilotanlage für die Wiederverwendung von salzhaltigem Prozesswasser in Betrieb genommen. Die Firma Covestro speist einen Teil ihres Abwassers in die Chloralkali-Elektrolyse und vermindert damit die Einleitung in den Rhein um bis zu 70 m³ pro Stunde. Das gewonnene Chlor wird in der Kunststoffherstellung eingesetzt.

Zur Pressemitteilung von Covestro

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Zeit für die „Rohstoffwende“: Experten fordern langfristige Rohstoffstrategie

Titel RohstoffpapierEs ist Zeit, nach der „Energiewende“ die ebenso nötige „Rohstoffwende“ einzuläuten. Zu diesem Schluss kommen Experten aus Universitäten, Forschungseinrichtungen und der Industrie. Im aktuellen ProcessNet-Positionspapier „Anorganische Rohstoffe – Sicherung der Rohstoffbasis von morgen“ haben sie analysiert, wie es um den Zugang der deutschen Industrie zu 26 wichtigen Rohstoffen bzw. Rohstoffklassen derzeit und in Zukunft bestellt ist. Auf Basis ihrer Ergebnisse fordern sie eine langfristige nationale Rohstoffstrategie, um den Wirtschaftsstandort Deutschland zu stärken. Nicht „Recycling um des Recyclings willen“ sei das Ziel, sondern eine langfristige Ausrichtung der rechtlichen und technischen Rahmenbedingungen auf eine Kreislaufwirtschaft, die auf der Kombination von effizienterer Nutzung, Recycling und Substitution basieren solle.

Der Rohstoffsektor ist dynamisch wie kaum ein anderer; gleichzeitig sind die Auswirkungen von Verknappungen und Preisschwankungen auf die Industrie gravierend. Deutschland ist für viele wichtige Rohstoffe von internationalen Märkten abhängig. Spätestens seit dem chinesischen Exportlimit für Seltenerdmetalle ist auch der Öffentlichkeit bewusst, welche politischen und wirtschaftlichen Auswirkungen daraus resultieren können.

Das Positionspapier „Anorganische Rohstoffe – Sicherung der Rohstoffbasis von morgen“ bewertet die aktuelle Situation in Deutschland hinsichtlich von 26 strategisch wichtigen anorganischen Rohstoffen bzw. Rohstoffklassen wie die Platin- oder Seltenerdmetalle. Grundlage bildet die Liste der Rohstoffe, die von der EU im Mai 2014 als kritisch eingestuft wurden. Zusätzlich sind solche Rohstoffe berücksichtigt, die schon seit längerem unseren Alltag bestimmen und auch rein mengenmäßig stark ins Gewicht fallen wie etwa Eisen, Kupfer oder Phosphat. Für jeden Rohstoff sind wirtschaftliche Bedeutung und Vorkommen aufgeführt, dazu werden Gewinnungs- und Recyclingtechniken vorgestellt. Eine Analyse des Forschungs- und Entwicklungsbedarfs, der nach Auffassung der Autoren für die Stärkung des Wirtschaftsstandortes Deutschland notwendig ist, rundet die einzelnen Übersichten ab.

Mit Ausnahme weniger Elemente wie Eisen oder Aluminium, bei denen Recyclingquoten von 50 bis 70 % erreicht werden, stammt der überwiegende Teil der in Deutschland eingesetzten Rohstoffe nach wie vor aus Primärquellen. Weg von Primärrohstoffen, hin zu mehr Effizienz und zur Rückgewinnung von Rohstoffen aus sekundären Quellen ist daher ein Teil der Handlungsempfehlungen, die die Experten geben. Dem stehen jedoch bisher die hohen Preise und die oft mangelhafte Qualität aufbereiteter Rohstoffe entgegen. Das Bundesforschungsministerium hat mit der Maßnahme „Innovative Technologie für Ressourceneffizienz“ bereits reagiert, um das Recycling bzw. die Substitution wichtiger Rohstoffe voran zu treiben. Weitere Schritte müssten nach Auffassung der Autoren stabile rechtliche Rahmenbedingungen im Umwelt- und Abfallrecht sein – auch auf europäischer Ebene. Neben der Entwicklung von neuen Aufbereitungsverfahren sollen außerdem schon bei der Produktentwicklung Aspekte der Kreislaufwirtschaft berücksichtigt werden.

Das Papier ist zum Herunterladen verfügbar unter http://dechema.de/Anorganische_Rohstoffe_2015

Gelegenheit zur Diskussion besteht bei einem Kolloquium am 04.02.2016, 15.00 – 18.00 Uhr im DECHEMA-Haus in Frankfurt am Main, bei dem das Positionspapier offiziell vorgestellt wird.

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