Impressionen vom 50. Jahrestreffen Deutscher Katalytiker

Diese Galerie enthält 21 Fotos.

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Hannover Messe 2017: ZVEI, NAMUR und ProcessNet präsentieren Konzepte für die flexible Chemiefabrik der Zukunft

Eine Chemiefabrik aus einzelnen Komponenten, die schnell und flexibel immer neu kombiniert werden können, das präsentieren NAMUR, ZVEI und ProcessNet im Rahmen der Sonderschau „Modulare Produktion“ vom 24. bis 28. April 2017 auf der Hannover Messe. Gemeinsam mit zwölf Unternehmen stellen sie in Halle 11, Stand D44 unter dem Motto „Process INDUSTRIE 4.0: The Age of Modular Production“ unter anderem eine Chemieanlage im Container sowie Software für die Automatisierung vor.

In der chemischen und pharmazeutischen Industrie wachsen die Anforderungen an Flexibilität, individuellere Produkte und schnellere Produkteinführungszeiten. Konventionelle Anlagen sind diesen Herausforderungen nicht gewachsen. Immer mehr Ausrüster, aber auch die Chemie- und Pharmaunternehmen selbst, arbeiten deshalb an der Entwicklung von modularen Konzepten für Neuanlagen sowie Anlagenerweiterungen. Aus einzelnen „Bausteinen“ mit unterschiedlichen Funktionen lassen sich die Anlagen schnell immer wieder neu zusammenstellen, um unterschiedlichste Produktionsverfahren abzubilden. Grundlage dafür sind robuste und gleichzeitig intelligente Komponenten wie Pumpen, Chemiereaktoren, Destillations- oder Extraktionsmodule und andere, die über moderne Mess- und Automationstechnik verknüpft und gesteuert werden.

Organisiert wird der Gemeinschaftsstand vom ZVEI – Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie. Unterstützung kommt von der NAMUR – Interessengemeinschaft Automatisierungstechnik der Prozessindustrie, in der Anwender von Automatisierungstechnik in der Prozessindustrie organisiert sind,  und der Initiative ProcessNet von DECHEMA und VDI, die Forscher und Entwickler vereint. Außerdem beteiligen sich die Unternehmen ABB, Emerson, Endress+Hauser, Festo, HIMA, Phoenix Contact, R.Stahl, Samson, Siemens, Spiratec, Wago und Yokogawa mit Exponaten und Lösungen.

Wie der Temporäre ProcessNet-Arbeitskreis in dem White Paper „Modular Plants“ Anfang des Jahres feststellte, ist die standardisierte Beschreibung von Komponenten eine wesentliche Voraussetzung für die Umsetzung modularer Konzepte. Seit 2015 arbeiten die ZVEI-Arbeitsgruppe „Modulare Automation“ und der NAMUR-Arbeitskreis „Automatisierung modularer Anlagen“ gemeinsam an der Spezifikation einer herstellerneutralen Beschreibung von Modulen.

Flyer zum Messestand

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Vortrags- und Posterpreise beim Jahrestreffen der Fachgruppe Agglomerations- und Schüttguttechnik

Der Vortragspreis der Fachgruppe Agglomerations- und Schüttguttechnik wurde an Britta Buck, TU Hamburg-Harburg, für die Präsentation ihrer Arbeit mit dem Titel „Comparison of experimental and numerical investigation of wet particle-wall collisions“ verliehen.

Der Posterpreis der Fachgruppe Agglomerations- und Schüttguttechnik wurde an Steffen Beitz, TU Braunschweig, für die Präsentation seiner Arbeit mit dem Titel “ Fließverhalten von Schüttgütern mit großem Partikelaspektverhältnis“ verliehen.

Mehr zum Jahrestreffen 2017

Zur ProcessNet-Fachgruppe Agglomerations- und Schüttguttechnik

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Ressourcen und Rohstoffwandel – Was kann die Reaktionstechnik zur Sicherung unserer Zukunft leisten?

Nachwuchswissenschaftler aus ganz Deutschland trafen sich zur NaWuReT-Summerschool in Bayreuth

Dr.-Ing. Florian Heym, Chemische Verfahrenstechnik, Universität Bayreuth   

Die Verfügbarkeit von Ressourcen ist für die chemische Industrie von zentraler Bedeutung. Deshalb stellt sie der Rohstoffwandel vor große Herausforderungen. Die Umsetzung unterschiedlichster Rohstoffe stellt dabei hohe Anforderungen an die Reaktionstechnik. Zu dieser Thematik veranstaltete der Nachwuchs der ProcessNet-Fachgruppe Chemische Reaktionstechnik (NaWuReT) vom 25.-27. September die Summerschool „Beiträge der Reaktionstechnik zur Bewältigung von Ressourcenknappheit“ in Bayreuth. 32 Nachwuchswissenschaftler der Fachrichtungen Chemieingenieurwesen, Verfahrenstechnik und Technische Chemie und 8 Referenten aus Industrie und Wissenschaft teilten dabei ihre Ansichten und Visionen hinsichtlich der zukünftigen „Welt 3.0“.

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NaWuReT-Summerschool 2016 – Teamarbeit © F.Heym

Im Fokus standen die kritische Auseinandersetzung mit dem Fachgebiet Reaktionstechnik, den eingesetzten Methoden und Verfahren sowie dem derzeitigen und zukünftig zu erwartenden Rohstoffwandel und seinen Folgen für die Energiebereitstellung und die chemische Industrie. Dazu fanden Impuls- und Diskussionsvorträge aus Industrie und Akademia zum Thema Ressourcen, Ressourcenknappheit und Rohstoffwandel sowie intensive Teamarbeit statt. Im Laufe der Summerschool wurde den Teilnehmern klar, dass weltweit kurz- und mittelfristig keine direkte Ressourcen-/Rohstoffknappheit für die Chemische Industrie vorliegt. Die lokale Ungleichverteilung von Rohstoffen, Energieengpässe aufgrund weltweiter Klimaschutzziele, Änderungen in Rohstoffen im petrochemischen Bereich sowie die Flexibilisierung der technischen Anlagen als Folge daraus stellen die große Herausforderung der Reaktionstechnik in der Zukunft dar.

Prof. G. Schaub (KIT Karlsruhe): „Sowohl am geselligen Abend wie in der Sitzung am Vormittag hatte ich den Eindruck einer sehr lebendigen und engagierten Gesellschaft. Die Summerschool erfüllt offensichtlich den beabsichtigten Zweck, Erfahrungen in eigenen Forschungssituationen und reaktionstechnischen Arbeitsgebieten auszutauschen und im Hinblick auf vorgegebene allgemeine Aspekte wie beispielsweise die Ressourcenschonung zu diskutieren. Mein kurzer Besuch bei den jungen Wissenschaftlern war sehr erfreulich“

Die 32 Teilnehmer aus ganz Deutschland stellten sich parallel zum Vortragsprogramm in sechs Teams der herausfordernden Fragestellung: „Was ist der wichtigste Beitrag der Reaktionstechnik zur Vermeidung von Ressourcenknappheit?“. Diese Fragestellung wurde mit enormem kreativen Potential und Engagement bearbeitet. Als Preis gewann das beste Team das Lehrbuch „Chemical Technology“ von A. Jess und P. Wasserscheid sowie die Teilnahme am Jahrestreffen Reaktionstechnik 2017 in Würzburg.

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NaWuReT- Summerschool 2016 – Gewinnerteam in Aktion © F.Heym

Das Gewinnerteam illustrierte auf kreative Weise, warum ein Urzeitmensch schon mit Ressourcenknappheit zu kämpfen hatte und dass die ersten Reaktionstechniker schon vor vielen tausenden von Jahren den Grundstein für den wohl wichtigsten Beitrag der Reaktionstechnik zur Vermeidung von Ressourcenknappheit gelegt haben. Wer mehr dazu erfahren möchte ist herzlich dazu eingeladen, das Gewinnerteam an seinem Poster auf dem Jahrestreffen Reaktionstechnik 2017 zu besuchen.

Prof. H Zanthoff (Evonik, Marl): „Nachwuchsförderung und Vernetzung in der Reaktionstechnik sind entscheidende Erfolgsfaktoren für eine effektiv funktionierende Forschung und Entwicklung an der Hochschule und in der Industrie. Die Summer School trägt dazu bei. In zwangloser Runde werden Fragestellungen zu aktuellen Themen der Reaktionstechnik fokussiert diskutiert und so der Informationsaustausch zwischen Hochschule und Industrie gefördert. Gut ausgebildete technische Chemiker und Chemie-Ingenieure sind gefragte Kandidaten für Positionen in Forschung, Entwicklung und Produktion der chemischen Industrie. Interessant und wichtig war für mich auch der Ansatz, im Rahmen der Summer School auch methodische Aspekte jenseits der klassischen Reaktionstechnik vorzustellen, zu diskutieren und anzuwenden.“

Die Umsetzung der diesjährigen Summerschool wurde durch die finanzielle und organisatorische Unterstützung der DECHEMA und die finanzielle Unterstützung der Firmen Clariant und Evonik ermöglicht. Hierfür vielen Dank auch im Namen aller Teilnehmer.

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NaWuReT-Summerschool 2016 – Gruppenfoto © F.Heym

Vorträge

  1. Burger (TU Kaiserslautern)
  2. Datsevich (Universität Bayreuth)
  3. Lade (Clariant GmbH)
  4. Schaub (KIT Karlsruhe)
  5. Zanthoff (Evonik Technology and Infrastructure GmbH)

Organisationsteam

  1. Heym (Universität Bayreuth)
  2. von Harbou (Universität Kaiserslautern)
  3. Ziegenbalg (Universität Stuttgart)

Zum Programm der NaWuReT-Summerschool 2016

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Podiumsdiskussion: Forschen und Entwickeln in einer globalen Welt

ProcessNet-Jahrestagung und 32. DECHEMA-Jahrestagung der  Biotechnologen
14. September 2016, 17.15 – 18.30 Uhr
Eurogress Aachen, Raum  Brüssel
Forschung in Deutschland, Produktion in China – das war gestern. Mittlerweile sind Forschungseinrichtungen über den ganzen Globus verteilt. Und das gilt nicht nur für die Industrie: Immer mehr Hochschulen kooperieren mit Universitäten in aller Welt oder gründen gar eigene Dependancen. Was heißt das für Forschungsstrukturen? Wie können Qualitätsstandards, Austausch und die „kritische Masse“ sichergestellt werden? Und was bedeutet die Entwicklung für das deutsche Wissenschaftssystem? Darüber diskutieren Experten aus Hochschule und Industrie untereinander und mit dem Publikum.
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Dr. Jürgen Dahlhaus, BASF SE, Ludwigshafen

“Globalisierung der Forschung heißt für die Industrie nicht alles überall zu tun, sondern sich regional und thematisch zu fokussieren.”

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Dr.-Ing. Claas-Jürgen Klasen, Evonik Industries AG, Hanau

“Forschungs- und Entwicklungserfolge bedürfen neben Wissen vor allem Kreativität, Risikobereitschaft, weitsichtigem Unternehmertum und nachhaltigen Ressourcen.  Ist Deutschland hier führend ?

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Prof. Dr. Roland Ulber, TU Kaiserslautern

“Echtzeit-Austausch von Informationen über den gesamten Globus ist problemlos möglich und Forschungskooperationen werden maßgeblich erleichtert, was die Qualität der Forschung verbessert hat. Die daraus resultierende Informationsflut führt jedoch dazu, das der Blick auf das Ganze fehlt.”

wessling

Prof. Dr.-Ing. Matthias Wessling, RWTH Aachen

 „Multinationals folgen in ihrer Forschung neuen Märkten, errichten neue Forschungsinfrastrukturen auf der grünen Wiese. Ob dabei der Grundsatz „Value for Money“ gilt, bezweifele ich.“

Und was meinen Sie? Teilen Sie uns Ihre Meinung mit – hier im Blog, über Twitter oder während der Veranstaltung live unter

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