Volle Power (to X) für Kopernikus — DECHEMA e.V.

Bundesforschungsministerin Professor Johanna Wanka hat am 5. April in Berlin die neuen Kopernikus-Projekte vorgestellt. Ausgewählt wurde auch das Projekt „Power-to-X“, das von einem Konsortium bestehend aus RWTH Aachen, Forschungszentrum Jülich und DECHEMA koordiniert wird. Auch das DECHEMA-Forschungsinstitut ist Projektpartner. Prof. Dr. Kurt Wagemann, Geschäftsführer der DECHEMA, der selbst maßgeblich an dem Projekt beteiligt ist, freut […]

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Wann sich Zero Liquid Discharge lohnt

Ein aktueller Beitrag auf prozesstechnik-online.de beschäftigt sich mit dem jüngsten Positionspapier der ProcessNet-Fachgruppe “Produktionsintegrierte Wasser- und Abwassertechnik zu Zero Liquid Discharge und liefert einige Hintergründe.

Zum Artikel: Wann sich Zero Liquid Discharge lohnt

 

 

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Wiederverwendung von Prozesswasser in der Kunststoffproduktion

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Übersicht über die neue Natriumchlorid-Aufbereitungsanlage von Covestro am Standort Krefeld-Uerdingen. Quelle: Covestro

Bundesumweltministerin Hendricks hat am vergangen Freitag in Krefeld eine Pilotanlage für die Wiederverwendung von salzhaltigem Prozesswasser in Betrieb genommen. Die Firma Covestro speist einen Teil ihres Abwassers in die Chloralkali-Elektrolyse und vermindert damit die Einleitung in den Rhein um bis zu 70 m³ pro Stunde. Das gewonnene Chlor wird in der Kunststoffherstellung eingesetzt.

Zur Pressemitteilung von Covestro

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Zeit für die „Rohstoffwende“: Experten fordern langfristige Rohstoffstrategie

Titel RohstoffpapierEs ist Zeit, nach der „Energiewende“ die ebenso nötige „Rohstoffwende“ einzuläuten. Zu diesem Schluss kommen Experten aus Universitäten, Forschungseinrichtungen und der Industrie. Im aktuellen ProcessNet-Positionspapier „Anorganische Rohstoffe – Sicherung der Rohstoffbasis von morgen“ haben sie analysiert, wie es um den Zugang der deutschen Industrie zu 26 wichtigen Rohstoffen bzw. Rohstoffklassen derzeit und in Zukunft bestellt ist. Auf Basis ihrer Ergebnisse fordern sie eine langfristige nationale Rohstoffstrategie, um den Wirtschaftsstandort Deutschland zu stärken. Nicht „Recycling um des Recyclings willen“ sei das Ziel, sondern eine langfristige Ausrichtung der rechtlichen und technischen Rahmenbedingungen auf eine Kreislaufwirtschaft, die auf der Kombination von effizienterer Nutzung, Recycling und Substitution basieren solle.

Der Rohstoffsektor ist dynamisch wie kaum ein anderer; gleichzeitig sind die Auswirkungen von Verknappungen und Preisschwankungen auf die Industrie gravierend. Deutschland ist für viele wichtige Rohstoffe von internationalen Märkten abhängig. Spätestens seit dem chinesischen Exportlimit für Seltenerdmetalle ist auch der Öffentlichkeit bewusst, welche politischen und wirtschaftlichen Auswirkungen daraus resultieren können.

Das Positionspapier „Anorganische Rohstoffe – Sicherung der Rohstoffbasis von morgen“ bewertet die aktuelle Situation in Deutschland hinsichtlich von 26 strategisch wichtigen anorganischen Rohstoffen bzw. Rohstoffklassen wie die Platin- oder Seltenerdmetalle. Grundlage bildet die Liste der Rohstoffe, die von der EU im Mai 2014 als kritisch eingestuft wurden. Zusätzlich sind solche Rohstoffe berücksichtigt, die schon seit längerem unseren Alltag bestimmen und auch rein mengenmäßig stark ins Gewicht fallen wie etwa Eisen, Kupfer oder Phosphat. Für jeden Rohstoff sind wirtschaftliche Bedeutung und Vorkommen aufgeführt, dazu werden Gewinnungs- und Recyclingtechniken vorgestellt. Eine Analyse des Forschungs- und Entwicklungsbedarfs, der nach Auffassung der Autoren für die Stärkung des Wirtschaftsstandortes Deutschland notwendig ist, rundet die einzelnen Übersichten ab.

Mit Ausnahme weniger Elemente wie Eisen oder Aluminium, bei denen Recyclingquoten von 50 bis 70 % erreicht werden, stammt der überwiegende Teil der in Deutschland eingesetzten Rohstoffe nach wie vor aus Primärquellen. Weg von Primärrohstoffen, hin zu mehr Effizienz und zur Rückgewinnung von Rohstoffen aus sekundären Quellen ist daher ein Teil der Handlungsempfehlungen, die die Experten geben. Dem stehen jedoch bisher die hohen Preise und die oft mangelhafte Qualität aufbereiteter Rohstoffe entgegen. Das Bundesforschungsministerium hat mit der Maßnahme „Innovative Technologie für Ressourceneffizienz“ bereits reagiert, um das Recycling bzw. die Substitution wichtiger Rohstoffe voran zu treiben. Weitere Schritte müssten nach Auffassung der Autoren stabile rechtliche Rahmenbedingungen im Umwelt- und Abfallrecht sein – auch auf europäischer Ebene. Neben der Entwicklung von neuen Aufbereitungsverfahren sollen außerdem schon bei der Produktentwicklung Aspekte der Kreislaufwirtschaft berücksichtigt werden.

Das Papier ist zum Herunterladen verfügbar unter http://dechema.de/Anorganische_Rohstoffe_2015

Gelegenheit zur Diskussion besteht bei einem Kolloquium am 04.02.2016, 15.00 – 18.00 Uhr im DECHEMA-Haus in Frankfurt am Main, bei dem das Positionspapier offiziell vorgestellt wird.

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Für und Wider Zero Liquid Discharge: Diskussionspapier gibt Entscheidungshilfe

Zero Liquid DischargeWelche Rolle nimmt Zero Liquid Discharge im industriellen Wassermanagement ein? Diese Frage will ein Diskussionspapier beantworten, das die ProcessNet-Fachgruppe Produktionsintegrierte Wasser- und Abwassertechnik, in Abstimmung mit dem DGMT-DME Ausschuss Wasser Zukunft (AWZ) auf den Industrietagen Wassertechnik 2015 in Frankfurt vorgestellt hat. Die Experten warnen darin vor überhöhten Erwartungen an ZLD und weisen gleichzeitig darauf hin, dass bisher keine allgemein gültige Definition für diese Technologie vorliegt. Das Diskussionspapier listet Kriterien für und wider ZDL auf und skizziert Entscheidungspfade für den Einsatz der Methode.

Weltweit wird die Forderung nach Zero Liquid Discharge (ZLD) an immer mehr Produktionsbetriebe in verschiedenen Regionen gestellt. Die Motive dahinter sind sehr unterschiedlich und reichen von begrenzter Wasserverfügbarkeit über behördliche Auflagen und Unabhängigkeit bis zu „Green Labeling“.

Nach strikten Bedingungen versteht man unter Systemen mit Zero Liquid Discharge solche, aus denen kein Wasser in flüssiger Form das System verlässt, allenfalls als Dampf. Bei eingeschränkten Bedingungen kann Wasser in Form von Schlämmen, Salzlaken oder Aerosole aus dem System austreten. Nach Ansicht der Experten ist der Einsatz von ZDL, der in der Regel mit einem hohen energetischen Aufwand verbunden ist, dann sinnvoll, wenn Unabhängigkeit von lokalen Gegebenheiten gewonnen werden soll, zum Beispiel in Gebieten mit unzureichender Infrastruktur. In der detaillierten Prüfung werden betriebswirtschaftliche, volkswirtschaftliche und ökologische Aspekte des Stoffstrommanagements berücksichtigt, wobei diese gegenläufig wirken können. Letztlich sind verschiedene Parameter abzuwägen und Prozessvoraussetzungen zu prüfen, um eine fundierte Entscheidung treffen zu können; das Diskussionspapier liefert dafür Entscheidungspfade, die als Richtschnur dienen können.

Das Diskussionspapier ergänzt damit das im letzten Jahr von der ProcessNet-Fachgruppe veröffentlichte Positionspapier „Trends und Perspektiven in der industriellen Wassertechnik“. Es ist verfügbar unter www.dechema.de/Zero_Liquid_Discharge.html

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