Thesen zur Ressourceneffizienz in der Verfahrenstechnik

  1. Industrielle Abwärmenutzung muss über Branchengrenzen hinweg ausgebaut w553px-IndustrialSymbiosisWasteHeatExchange_public domainerden. Insbesondere bei Verwendung thermischer Energiespeicher gibt es noch erhebliches Energieeinsparpotential.
  2. Die chemische Reaktionstechnik ist die Schlüsseltechnologie für viele prioritäre Handlungsfelder: besonders wichtig sind der flexible Einsatz von Kohlenstoffquellen inkl. Biomasse und CO2, die regenerative Wasserstofferzeugung und effiziente Wasserstoff-basierte Umsetzungen, das Erschließen neuer Prozessfenster und eine dynamische bzw. nicht-kontinuierliche Fahrweise (z.B. im Zusammenhang mit regenerativen Energiequellen).
  3. Trennoperationen bieten das größte Energieeinsparungspotential bei chemischen Prozessen: Erforderlich sind die intelligente Integration von Downstream-Operationen  im Reaktorraum, der Einsatz von Membranverfahren und Prozessintensivierung sowie ein tieferes Verständnis von Mehrphasenströmungen.
  4. Die nächste Stufe der Ressourceneffizienz erfordert den konsequenten Einsatz kontinuierlicher Prozesse in modularen, skalierbaren Anlagen. Hierzu sind  entsprechende Apparatemodule und Werkzeuge der Prozesssynthese und Simulation zur schnellen Prozessentwicklung erforderlich.

Wesentlicher Beitrag der Prozesstechnik zur Ressourceneffizienz ist nicht die Prozesstechnik selbst, sondern die gezielte Herstellung funktionaler Materialien

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