Themencluster Energieumwandlung, -speicherung und –nutzung: Handlungsfeld Treibstoffe für Verbrennungsmaschinen/ Aviation

230px-Jerrycan_Public DomainEgal, ob die Vorräte noch für 20 oder für 100 Jahre reichen – zum Verbrennen ist Öl in jedem Fall viel zu schade. Für den Straßenverkehr soll die Elektromobilität den Weg weisen. Aber es gibt Aufgaben, die sich damit nicht bewältigen lassen: Flugzeuge fliegen nicht mit Akkus, und auch beim Schwerlastverkehr stoßen sie an ihre Grenzen.

Welche Alternativen gibt es, wenn das Öl irgendwann alle ist oder einfach zu teuer wird? Dafür sind verschiedene Möglichkeiten im Gespräch. Aus den Medien am bekanntesten dürften die Bestrebungen sein, Flugzeugkraftstoff aus Algen zu gewinnen. Erste Modellversuche verschiedender Fluggesellschaften, darunter die Lufthansa, waren erfolgreich. Doch noch sind diese Treibstoffe teuer, und die Energiebilanz bei der Herstellung ist negativ. Hier besteht also weiterer Forschungsbedarf. Auch andere nachwachsende Rohstoffquellen kommen in Betracht.

Als „Biokraftstoffe der 4. Generation“ werden teilweise Treibstoffe bezeichnet, die mit Hilfe regenerativer Energie aus CO2 gewonnen werden sollen. Doch nicht nur CO2 oder Biomasse können über verschiedene Synthesewege umgewandelt werden, auch Kunststoffe kämen als Ausgangsmaterial in Frage.

Denkt man noch einen Schritt weiter, kommt man zu den „tailor-made fuels“. Statt auf die ohnehin vorhandenen oder bekannten chemischen Strukturen zurückzugreifen, geht es hier um Treibstoffe, die eine neue chemische Struktur haben. Sie können mit Blick auf ihre Verbrennungseigenschaften optimiert werden – hohe Effizienz, rußfreie Verbrennung, vielleicht gleichzeitig sogar noch eine Schmierwirkung.   Dieser Weg lässt sich aber nur Hand in Hand mit dem Motorenentwicklern gehen.

Und wenn am Ende keiner der Treibstoffe allein das Rennen macht? Dann müssen Motoren her, die mit unterschiedlichem  „Futter“ zurecht kommen – „Flexfuel“ heißt das Konzept. Es könnte auch dabei helfen, eine weitere Hürde zu überwinden, nämlich die Frage der Logistik: An welcher Tankstelle bekomme ich „meinen“ Treibstoff, und ist dieses Netz auch flächendeckend? Mit Motoren, die schlucken, was sie kriegen, wäre das kein Problem.

Dieser Beitrag wurde unter Energie und Mobilität, Energieumwandlung und Speicherung abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s