Themencluster Gesundheit und Ernährung: Handlungsfeld Proteine und Spuren aus Pflanzen und anderen Quellen

Guten Appetit!? [Bild: Vijinathkv via Wikicommons, CC-BY-SA-3.0]

Guten Appetit!? [Bild: Vijinathkv via Wikicommons, CC-BY-SA-3.0]

Im Mai 2013 veröffentlichte die UN ein Buch, das weltweit Aufsehen erregte. Würden Insekten zu einem wichtigen Bestandteil der menschlichen Ernährung, hätte dies positive Auswirkungen auf die Gesundheit, die Umwelt und die weltweite Ernährungslage.

Richtig ernst genommen wurde der Aufruf in Medien und Öffentlichkeit kaum. Insekten essen? Das ist doch mehr was fürs Dschungelcamp. Selbst im fernen Osten stellte die China Daily fest, dass es wohl noch ein weiter Weg sei, bis Insekten als Nahrungsmittel in der breiten Bevölkerung akzeptiert würden.

Doch der Vorstoß der UN war durchaus ernst gemeint. Fleisch und Milchprodukte als Proteinquelle für eine wachsende Weltbevölkerung werfen eine Reihe von Problemen auf: Angefangen beim Flächenbedarf für den Anbau von Futtermitteln über die Effizienz bis hinzum Beitrag pupsender Rinder zum Klimawandel. Das Spektrum an Alternativen ist bisher nicht sonderlich breit, wie jeder feststellt, der versucht, sich vegetarisch oder gar vegan zu ernähren: Im wesentlichen hat man die Auswahl zwischen Soja- und Hefeprodukten. Auf die Dauer nicht sehr abwechslungsreich und für Allergiker unter Umständen problematisch.

Es kann sich also lohnen, alternative Proteinquellen zu erschließen. Neben heute schon verfügbaren Reststoffen (Biomasse oder Schlachtabfälle) kommen auch bisher wenig genutzte Pflanzen in Frage oder eben Insekten. Angesichts der wachsenden Quallenvorkommen in den Ozeanen sind auch diese schon ins Blickfeld geraten.  Voraussetzung: Die Kultivierung muss effizient sein mit einer möglichst guten Nährstoff-, Energie- und Flächenbilanz, und die neuen Nahrungsquellen müssen bezahlbar sein. Auf Basis solcher noch unbekannter Proteinquellen könnte man auch Lebens- und Futtermittel schaffen, die hinsichtlich ihrer Zusammensetzung optimiert wären – mit einer idealen Aminosäurezusammensetzung, leicht verdaulich, nicht allergen und zusätzlich wohlschmeckend und mit angenehmen „Mundgefühl“.  Letzteres ist allgemein ein Faktor, der vielen Menschen die Wahl zwischen Steak und Bratling schwer macht. Auch hier ist bei der Texturierung und Produktgestaltung noch Entwicklungsbedarf.

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