Themencluster Gesundheit und Ernährung: Handlungsfeld Dezentrale Anlagentechnik

Dezentrale Lebensmittelproduktion - die Idee ist gar nicht so neu. [Bild: Sandstein via Wikicommons, CC-BY-SA 3.0]

Dezentrale Lebensmittelproduktion – die Idee ist gar nicht so neu. [Bild: Sandstein via Wikicommons, CC-BY-SA 3.0]

Keine Massentierhaltung, möglichst regionale Lebensmittel – viele Trends in der Lebensmittelproduktion weisen den Weg zu einer dezentralen Erzeugung. Will man dazu Transportwege minimieren und die Nachverfolgbarkeit für Behörden und Verbraucher erhöhen, bietet es sich an, die Lebensmittel auch dezentral zu verarbeiten. Statt des Weges Milchbauer – Transport zur Molkerei – Verarbeitung – Transport zum Handel – Transport zum Verbraucher wäre der Weg Milchbauer – Verarbeitung – Transport zum (nahegelegenen) Handel – Transport zum Verbraucher.

Um diese Vision umzusetzen, benötigt man autarke Gesamtlösungen. Alle Schritte der Wertschöpfungskette von der Energieerzeugung über die Bereitstellung von Hilfsstoffen bis zur Nutzung der Reststoffe müsse in einem überschaubaren Anlagenkonzept integriert sein, das zudem für den Landwirt gut zu bedienen und sicher zu händeln ist. Neben den Fragen der Anlagensicherheit muss auch die Hygiene sichergestellt sein. Dafür werden alternative Sterilisierungsverfahren benötigt, verbunden mit einer sicheren und schnellen Vor-Ort-Analytik. Solche Anlagen könnten als modulare Konzepte entworfen und zertifiziert werden. Das schließt auch Verpackungssysteme für kleine Stückzahlen ein. Um eine solche Anlage wirtschaftlich zu betreiben, wären flexible Konzepte sinnvoll, die z.B. unterschiedliche Obst- oder Gemüsesorten je nach Jahreszeit verarbeiten könnten. Schließlich müssen für solche alternativen Modelle der Lebensmittelindustrie auch alternative Betreiberkonzepte entwickelt werden.

Die Vorstellung einer dezentralen Lebensmittelproduktion ist nicht abwegig, besonders dann nicht, wenn sie mit anderen Dezentralisierungstrends im Rahmen der Bioökonomie kombiniert wird. Von der Biogasanlage bis zur Nutzung landwirtschaftlicher Reststoffe werden dort passende Modelle diskutiert. Eines Tages verkauft der Bauer vielleicht Joghurt in Bechern aus Polymilchsäure, die vor Ort aus den Maisresten anfallen, die nicht an die Kühe verfüttert werden können.

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