NaWuReT- und YoungGeCatS-Summer School 2018: Kreativität für „Dream Reactions“

von Gregor Wehinger

Die Idee der Summer School war es, beide Disziplinen, also Reaktionstechnik und Katalyse, zusammen zu bringen. Nur so kann das volle Potential katalytischer Reaktionen ausgeschöpft werden. Die eingeladenen Sprecher aus der Industrie, z.B. Evonik, Covestro, Lonza, Fraunhofer, Linde und Clariant, zeigten in ihren Vorträgen konkrete Beispiele auf und unterstrichen die Bedeutung einer gemeinsamen Problemlösung.

„Ich bin auf die Summerschool durch Newsletter aufmerksam geworden. Mich hat die große Bandbreite der adressierten Themen angesprochen und vor allem die Verbindung zwischen Reaktionstechnik (NaWuReT) und Katalyse (YounGeCatS). Ich finde, es ist ein tolles Format, dass diese beiden Disziplinen zusammen eine Summer-School organisieren.
Neu waren für mich die Einblicke, die die Industrievertreter in ihren Vorträgen präsentierten. Das ist so in klassischen Vorlesungen oder auf Konferenzen nicht abgedeckt.
Am meisten Spaß hat mir die Gruppenarbeit bereitet, die sich über die gesamte Summer-School zog. Besonders spannend fand ich dabei, dass die Gruppe aus unterschiedlichen Disziplinen, Universitäten und Ländern bestand.
Für meine tägliche Arbeit kann ich von der Summer-School Aspekte der Datenanalyse mitnehmen. Daran hatte ich bisher nicht gedacht. Der Vortrag über dieses Thema hat mir gut gefallen.
Dieses Format kann ich Doktoranden aus beiden Bereichen, Reaktionstechnik und Katalyse, empfehlen.“

Doktorand aus Belgien

Los ging es am Montag mit einer Kreaktiv-Session geleitet von Dr. Julia Gumula. Sie untersuchte in ihrer Promotion u.a. die Wirksamkeit von Brainstorming in der Ideenfindung, weshalb ihr Vortragstitel auch trefflicher Weise „Brainstorming go to hell!“ hieß. Eine selbstgewählte Aufgabenstellung wurde von Kleingruppen mit Hilfe der Kreativtechnik Design-Thinking gelöst.

Ab dem zweiten Tag wurden von je zwei Kleingruppen nachhaltige Prozesse entwickelt für (1) die Ammoniakherstellung ohne fossile Energieträger, (2) effizientes Power-to-X-Verfahren und (3) die Reduzierung des CO2-Fußabdrucks mit Hilfe elektrochemischer Prozesse. Die Kleingruppen entwickelten sehr engagiert kreative Lösungen zu diesen wichtigen Fragestellungen. Am letzten Tag der Summer-School wurden die Ergebnisse der Kleingruppen möglichst kreative vorgetragen. Das Gewinnerteam, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer stimmten darüber selbst ab, stellte ihre Lösung anhand eines Job-Interviews vor.

„Ich wurde auf die Summerschool aufmerksam über die Website der ProcessNet. Ich bin selbst Chemikerin und promoviere jetzt im Bereich der Reaktionstechnik(Ingenieurwesen). Deshalb habe ich diese Verbindung der Summer-School sehr spannend gefunden.
Am Format fand ich im Speziellen die interaktiven Phasen sehr gelungen. Vorträge als direkten Input haben mir dabei geholfen eine neue Perspektive einzunehmen, auch, da Ingenieure aus der Industrie Vorträge hielten. Leider ist der thematische Link zwischen Gruppenarbeit und Vortrag nicht deutlich gewesen.
Am meisten Spaß hat mir die Kreativsession am ersten Tag der Summer-School bereitet. Im Speziellen die kreative Kurzpräsentation, da diese Art von Kreativität in meinem Arbeitsalltag leider zu kurz kommt.
Aus der Summer-School nehme ich mit: unterschiedliche Reaktortypen, die von der Industrie vorgestellt wurden und der detaillierte Modellierungsansatz mit Computational Fluid Dynamics, den Prof. Wehinger vorstellte.
Ich kann die Summer-School sehr empfehlen und hoffe, dass die Thematik auf die Elektrochemie ausgeweitet wird.“

Doktorandin aus Aachen

Wir, als Orga-Team, haben uns sehr darüber gefreut, dass die Teilnahme so zahlreich war – die Summer-School war ausgebucht. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren super engagiert und motiviert und überzeugten mit ihren Ideen und kreativen Präsentationen. Unser Konzept, beide Nachwuchsgruppen in einer Summer-School zu bündeln, fand großes Interesse, wie auch die beiden Interviews zeigen. Dabei war uns neben der akademischen Sichtweise auch die industrielle sehr wichtig. Großen Spaß hat mir der Austausch mit den Doktoranden gemacht. Die Kreativitätstechniken werde ich in meinem Arbeitsalltag anwenden.

Eine Neuauflage soll es in zwei Jahren geben, wobei die Zielgruppe Doktoranden und Young Professionals sind.

Orga-Team der Summer-School: (1) Prof. Dr.-Ing. Gregor Wehinger, TU Clausthal, Sprecher der NachwuchsReaktionsTechnik (NaWuReT) (2) Prof. Dr. Dirk Ziegenbalg, Universität Ulm, ehemaliger Sprecher NaWuReT (3) Prof. Dr. Roland Marschall, Universität Bayreuth, Sprecher der Nachwuchsgruppe der Deutschen Gesellschaft der Katalytiker YounGeCatS.

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