Siegfried-Peter-Preis 2019 verliehen

Siegfried-Peter-PreisDer Siegfried-Peter-Preis 2019 geht an Jun.-Prof. Dr. Pavel Gurikov, TU Hamburg-Harburg. Beim Jahrestreffen der ProcessNet-Fachgruppe Hochdruckverfahrenstechnik wurde er für seine Arbeiten zur Entwicklung und Modellierung neuartiger nanoporöser Materialien ausgezeichnet.

Die Arbeitsschwerpunkte von Pavel Gurikov liegen im Bereich der nanostrukturierten Materialien, Massentransfer und grobkörnige Modellierungen. In der ausgezeichneten Forschungarbeit beschäftigte er sich mit allen Aspekten der Aerogelverarbeitung. Aerogele sind eine einzigartige Materialklasse, deren Herstellung maßgeblich auf der Theorie der überkritischen Trocknung beruht. 2015 konnte Gurikov erstmals zeigen, dass die Gelbildung von Biopolymeren unter Kohlenstoffdioxidatmosphäre und Drücken von 3-6 MPa stattfinden kann. Dieser Ansatz der „Kohlenstoffdioxidinduzierten Gelbildung“ konnte auf andere Systeme übertragen werden und stellt derzeit die einzige Möglichkeit dar, homogene Aerogelblöcke beliebiger Größe herzustellen. Außerdem lassen sich so Makroporen in die Aerogele einführen, was sie für Anwendungen etwa für die Isolierung oder in der regenerativen Medizin besonders interessant macht. Darüber hinaus befasste sich Gurikov mit Schrumpfungseffekten, die beim Lösungsmittelaustausch während der Herstellung auftreten. Seine Arbeitsgruppe entwickelte zudem ein Modell für die überkritische  Imprägnierung von Aerogelen und mit praktischen Fragen der Anwendung von Aerogelen.

Pavel Gurikov studierte Chemie und promovierte 2010 an der Mendeleev-Universität für chemische Technik in Moskau. Nach Praktika und einem DAAD-Stipendien übernahm er im Juni 2016 eine Gruppenleitung an der TU Hamburg-Harburg und ist seit 2017 dort als Juniorprofessor tätig.

Die ProcessNet-Fachgruppe Hochdruckverfahrenstechnik verleiht den Siegfried-Peter-Preis im Namen der Professor-Siegfried-Peter-Stiftung der Friedrich-Alexander-Unviersität Erlangen-Nürnberg in Erinnerung an seine großartigen Leistungen.

Der Preis soll einen Wissenschaftler bzw. eine Wissenschaftlerin für herausragende, zukunftsweisende und publizierte Forschungsergebnisse auf dem Gebiet der Hochdruckverfahrenstechnik auszeichnen. Der Preis besteht aus einer Urkunde, die an das Lebenswerk von Professor Peter erinnert und die Leistung des Preisträgers benennt, sowie einen Geldpreis in Höhe von € 1.500.

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